Hunting Trees

Hunting Trees untersucht den Wert von konstruierter Natur und fokussiert sich auf städtische Entwicklungskompensationen für verlorene Biodiversität, in Relation mit Formgehölz-Baumschulen, die eine lange Tradition der Formung sogenannter hochwertigeren Vegetation pflegen. Der Ausgangspunkt war die absurde Logik von Ökopunkten, die den Wert von Natur quantifizieren und die Errichtung ihrer Ersatzformen rechtfertigen. Anhand des Overmeers Parks in Gent, wo eine Hälfte des Parks die Zerstörung der anderen kompensieren soll, hinterfrage ich schlicht die Metriken hinter diesen Substitutionen.

Kann ein Quadratmeter Grünfläche wirklich zwei entsprechen? Dank der Mehrfachbelichtungen eröffnet Hunting Trees den Dialog darüber, wie Natur im zeitgenössischen urbanen Kontext dargestellt, gemessen und konsumiert wird, und lädt die Betrachtenden ein, sich über die Mehrdeutigkeit und Vielschichtigkeit der Bilder selbst mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Biografie

Erik Mathias (*1999) ist ein luxemburgischer Künstler, der an der Schnittstelle von Grafikdesign und Fotografie arbeitet. Getrieben von der verlorenen Vergangenheit und einer fremden Gegenwart, studierte er an der KASKA und arbeitet heute zwischen Antwerpen und Luxemburg. Seine Praxis verbindet Medien und sinnliche Erfahrungen, um zu erforschen, wie Bilder Erinnerungen in kulturellen und urbanen Kontexten auslösen. Er interessiert sich für die Gegenüberstellungen der Realität und die Abwesenheit der Zeit..

Ausstellungsansichten © Cité de l'image / Hype / CAL