lernen/leben/träumen Jugend in Aleppo
Der Fotograf Willi Filz reiste im Jahr 2020, während des anhaltenden Krieges, nach Aleppo in Syrien – zu einem Zeitpunkt, an dem der Konflikt bereits seit zehn Jahren tobte.
Auf dieser Reise porträtierte er junge Menschen in ihrem jeweiligen Umfeld und führte Interviews, in denen er sie nach ihren Träumen fragte.
So entstand eine sehr persönliche und offene Annäherung an die Protagonist:innen – eine Fotoserie, die sich von den üblichen Klischees über ein Kriegsgebiet abhebt.
Die Fotografien entfalten ihre volle Wirkung erst im Zusammenspiel mit den dazugehörigen Texten.
Ende 2024 veränderte sich die politische Lage in Syrien unerwartet: Präsident Assad floh nach Russland und eine neue, vorläufige Regierung übernahm die Macht – eine Entwicklung voller Ungewissheiten, wie auch die Medien berichteten. Um diese neue Realität kennenzulernen und dokumentarisch festzuhalten, reiste Willi Filz im Mai 2025 erneut nach Syrien.
Sein Projekt vereint Porträts junger Menschen mit Eindrücken des Landes. Diese Aufnahmen erweitern den Blick und ergänzen die Porträts inhaltlich wie visuell.
Biografie
Willi Filz (* 1962) ist ein freischaffender Fotograf und Künstler aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Porträtfotografie, wie die Serie „Migration Fragil“ (2021) zeigt, die Porträts von Migrant:innen auf Lesbos in Griechenland präsentiert.
Mit dem 2023 erschienenen Bildband „Camino“ über den Jakobsweg offenbart Filz eine andere, poetische Seite seines Schaffens. Aktuell arbeitet er an dem Buchprojekt „Versuch, die Leiter zu ersteigen“ über Georgien, das Ende 2026 erscheinen soll.
Beide Bereiche sind geprägt von seinem offenen, ruhigen Blick. Er fotografiert konzentriert, ohne Schnickschnack.






Ausstellungsansichten © Cité de l'image / Hype / CAL




