Coming Home
Früher war nach Hause kommen anders.
Heute muss sie, bevor sie aufatmen kann, einige strenge Regeln befolgen - je nach Tag oder Situation sind es deren mehr oder weniger.
Denn ihr Alltag wird von der Vorstellung bestimmt, dass alles, was sie berührt, potenziell infiziert sein könnte. Und alles, was infiziert ist, muss desinfiziert werden.
Manchmal dauert es bis zu zwei Stunden, bis sie sich entspannen kann.
Es handelt sich um ein immersives fotografisches Werk.
Der Zuschauer wird dazu eingeladen, auf einem Hocker Platz zu nehmen und Kopfhörer aufzusetzen, um sich von den Außengeräuschen zu isolieren.
Die Tonspur versetzt den Zuschauer in ihren Kopf. Worte und Satzfragmente folgen schnell aufeinander. Es ist schwierig, dem Gedankengang zu folgen.
Die Scans zeigen auf rein sachliche Weise Objekte von Bedeutung.
Die Bakterienkulturen machen ganz konkret die Welt sichtbar, die sich auf diesen Objekten befindet, und symbolisieren gleichzeitig die Gedanken, die ihren Geist beherrschen.
Biografie
Sophie Margue wurde 1990 in Luxemburg geboren. Sie arbeitet seit 2017 als freiberufliche Fotografin. 2015 erwarb sie den Master of Arts mit Spezialisierung in Fotografie an der HGK in Basel. Nach ihrem Studium arbeitete sie in Berlin als Photo Editor für das Interview Magazine Germany. Sie präsentierte ihre künstlerischen Arbeiten in den letzten Jahren im Rahmen verschiedener Gruppen- und Einzelausstellungen. 2024 gewann sie den Preis „Jeune Talent“ im Rahmen der Exposition du Printemps du CAL.








Ausstellungsansichten © Cité de l'image / Hype / CAL





